von Bundesbüro

 

Prekäre Arbeit, Kinderarmut, gleich bleibende Reallöhne – wir fordern ein Sozialsystem, das ein gutes Leben garantiert!

 

Reiche Eltern für alle - gegen Kinder- und Jugendarmut!

 

Auch im reichen Deutschland gilt: Kinder- und Jugendarmut gehört zum Alltag. Jedes fünfte Kind ist arm. Junge Menschen sind am stärksten von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen. Wir wenden uns gegen Kinder- und Jugendarmut, sie bedeutet mehr als nur materielle Not für Einzelne. Denn Kinder von “armen” Eltern sind schon von Geburt an an den Rand gedrängt. Die Abhängigkeit der Kinder- und Jugendlichen von ihren Eltern macht es ihnen kaum möglich, der Armut zu entkommen. Denn: Wo Bildung abhängig vom Portemonnaie der Eltern ist, dort wird Armut vererbt. Hartz IV ist Armut per Gesetz! Doch wir wissen, wer arm ist, ist nicht selber schuld.

 

  • Wir fordern ein Sozialsystem, das ein gutes Leben garantiert!

 

Es darf nicht sein, dass für Kinder, deren Eltern von Hartz IV betroffen sind, nicht die gleichen Regelsätze wie für Erwachsene gelten. Kinder sind keine halben Erwachsenen!

 

  • Wir fordern die Abschaffung der Hartz-Gesetze!

 

Gegen die Prekarisierung der Arbeitenden!

 

Lohnarbeit in der Wirtschaftskrise ist ein heikles Thema. Wir stellen folgende Probleme fest: seit mehr als zehn Jahre sind die Reallöhne in Deutschland nicht gestiegen. Viele Menschen müssen mehrere Jobs gleichzeitig annehmen, um sich gerade so über Wasser zu halten. Der Niedriglohnsektor wurde zur Überwindung der Krise so massiv ausgebaut, dass die Lebenssituation vieler Arbeitnehmer*innen, besonders für Frauen, trotz Arbeit extrem prekär geworden ist. Viele Menschen sind erwerbslos und auf das repressvie Hartz IV-System angewiesen. Andere haben eine Anstellung und müssen immer längere Arbeitszeiten in Kauf nehmen.

 

  • Wir fordern daher den flächendeckenden Mindestlohn!

 

Für Jugendliche ist die Situation besonders drastisch. Ihre Eigenständigkeit wird mindestens bis zum 26.Lebensjahr eingeschränkt, weil sie mit ihrer Familie eine “Bedarfsgemeinschaft” bilden und sie komplett von ihren Eltern abhängig sind.

 

Wir wenden uns dagegen, dass das Lohnarbeiten in Neben- und Ferienjobs schon früh zum Leben vieler Jugendlicher gehört. Wir kritisieren nicht nur Nebenjobs, die nur Zeitverschwendung unterschlechten Arbeitsbedingungen darstellen. Wir kritisieren auch das kapitalistische Arbeitsethos. Wir sehen nicht ein, warum der Zugang zu vielen gesellschaftlichen Bereichen nur über Arbeit funktionieren muss. Gerade Kinder und Jugendliche sollen Freiraum und Freizeit haben, um sich zu kritischen und selbstbestimmten Menschen entwickeln zu können. Arbeit hat hierin keine Funktion, sie stärkt nicht den Charakter, sondern ist lästige Notwendigkeit und das Arbeitsethos nur die ideologische Rechtfertigung der Ausbeutung. Deshalb ist nicht Vollbeschäftigung um jeden Preis unser Ziel, sondern vielmehr die Umverteilung des Reichtums und ein starkes Sozialsystem, damit alle unabhängig von Lohnarbeit ein gutes Leben haben.

 

  • Zur Entlastung aller arbeitenden Menschen und für echte Freiräume, fordern wir die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!

 
Hier gibt es unsere Wahlforderungen auf einen Blick!

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