In der radikalen Linken wird seit Jahren über die Zusammenhänge von Sexualität, Gewalt und bürgerlichem Subjekt diskutiert und gestritten. Besonders bei den ersten beiden Themen entwickelte diese Auseinandersetzung in der Vergangenheit, insbesondere nach dem öffentlichen Vorwurf eines sexuellen Übergriffs, des öfteren eine Dynamik, die bis hin zu gewaltätigen Übergriffen führte. Eine inhaltliche Beschäftigung mit dem Gegenstand kommt in der Diskussion über sexuelle Gewalt meist überhaupt nicht vor. Sexualität, Gewalt und bürgerliches Subjekt-2_page4_image12

 

Auch bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema muss es darum gehen, ihn in den Kontext gesellschaftlicher Zusammenhänge zu stellen um eine fundierte Kritik entwickeln zu können. Um verkürzten Schlüssen entgegenzuwirken werden Les Madeleines in unserer ersten Veranstaltung eine Kritik der Definitionsmacht formulieren, die unter anderem beleuchten soll, wohin eine subjektivistische Kritik ohne Einbindung der objektiven Gegebenheiten führt.   Im Anschluss an diese Kritik der Definitionsmacht folgt Andrea Trumann mit einer Analyse der bürgerlichen Subjektkonstitution, ihrer Geschlechtlichkeit und der darin angelegten Heteronormativität. Den Abschluss bildet eine Veranstaltung mit der Gruppe „Kritik im Handgemenge“. Diese haben zehn vorläufige Diskussionsthesen verfasst, welche die Bedingtheit sexueller Gewalt durch die Subjektkonstitution in der bürgerlichen Gesellschaft beleuchten sollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.